Hans-Peter Bischoff

Pfarrer und Krankenhausseelsorger

Handy: 0151-16431419

Telefon: 07156-2037791

Email: h.bischoff@kliniken-schmieder.de

Kliniken Schillerhöhe
Solitudestraße 18
70839 Gerlingen

Nachgefragt!

Im Gemeindebrief stellen wir Ihnen immer wieder Personen und ihr Tätigkeitsfeld aus dem Gemeindeleben vor.
Auch Pfarrer Hans-Peter Bischoff hat diese Fragen im Sommer 2021 beantwortet:

Ich bin Seelsorger in Gerlingen auf der Schillerhöhe, zum einen in der Lungen-Fachklinik, zum anderen in der neurologischen Reha-Klinik Schmieder. 

Dort besuche und begleite ich Patient:innen und ihre Angehörigen, sowie das Personal. Seit Juni 2021 in ökumenischer Zusammenarbeit, mit Pfarrerin Ulrike Zizelmann-Meister. Wir haben die schwerpunktmäßige Betreuung der Stationen aufgeteilt und vertreten uns gegenseitig. Nur im Fall eines konfessionell speziellen Wunsches – z. B. nach der Krankensalbung – wird im Fall meiner Abwesenheit ein Priester angefragt.

Wir feiern auch Gottesdienst im Wechsel, derzeit wegen Corona ohne Öffentlichkeit zur Übertragung an die Fernseher der Patientenzimmer.

Die Lungen-Fachklinik wird zum Jahresende umziehen und geräumt – die Schmieder-Klinik (dann mit doppelter Bettenzahl) werde ich weiterhin betreuen.

Ich bin seit September 2015 in Gerlingen (s.o.). Zuvor war ich 24 Jahre Pfarrer, in Ulm am Eselsberg im Bereich der Uni-Kliniken, wo ich öfter auch seelsorglich angefragt wurde. Danach war ich 17 Jahre Pfarrer in Heubach im Ostalbkreis. 

Die Seelsorge mit den Kranken hatte immer schon eine hohe Priorität.

In der Klinik sind Menschen in einer Ausnahmesituation, die ein offenes Ohr und Herz für ihre Sorgen und Ängste brauchen. Ich habe erfahren dürfen, dass mir das liegt. Auch die Erfahrung eigener Krankheit war ein „unfreiwilliges Patientenpraktikum“, das sich für viel Gespräche vertrauensbildend auswirkt.

Hier ist mir wichtig, Versöhnung und Frieden mit der Lebensgeschichte mit Gott und den Menschen zu vermitteln.

Und dann darf ich auch Auferstehung erleben: Anfangs stark geschwächt, darf ich mich über Wege vom Bett über Rollstuhl und Rollator mit freuen – und denen zuhören, die einen Zustand mit wenig Hoffnung beklagen.

Eine Kapelle, ein Büro, einen Rückzugsort zum nicht seltenen vertraulichen Gespräch.

In der Gemeinde helfe ich vertretend und verstärkend aus meistens mit Gottesdiensten, Beichtgesprächen vor Erstkommunion und Firmung. Vor Corona war ein Projekt bei der Firmvorbereitung ein Besuch in der Klinik mit einer kurzweiligen Fragestunde in der Kapelle.

Meine Lieblingsstelle in der Bibel ist aus dem 2. Brief an die Korinther Kapitel 4,16 – im Aufreiben des äußeren Menschen durch Krankheit, das ich Tag für Tag erlebe, das Wachsen des inneren Menschen zu erspüren und es aufzuzeigen, ist eine schöne Herausforderung, die viel Mut gibt und nicht nur auf das schauen lässt, was weniger wird, sondern wo auch eine Veränderung zum Guten in eine andere Richtung geht.

Mein Lieblingslied ist „Größer als alle Bedrängnis ist deine Treue, Herr“ (die Nummer 854 im Gotteslob) – ein Lied, das in kaum einem meiner Gottesdienste, außer in der Fastenzeit, fehlt.